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Warum billiges Design teuer wird

Warum billiges Design teuer wird

10 min Lesezeit

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Ich möchte dir eine Geschichte erzählen. Sie ist nicht wahr, aber sie ist auch nicht erfunden sondern sie ist eine Zusammensetzung aus Gesprächen, die ich in den letzten Jahren geführt habe. Menschen, die irgendwann an einem Punkt standen, an dem sie gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt. Dass die Außendarstellung ihres Unternehmens nicht mehr zu dem passt, was sie eigentlich sind. Und dass die Entscheidungen, die sie zu diesem Punkt geführt haben, auf dem Papier damals klug aussahen.

Die Geschichte handelt von Markus Berger. 47 Jahre alt, Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens für technische Reinigungssysteme in Nordrhein-Westfalen. 28 Mitarbeitende. Jahresumsatz knapp unter vier Millionen Euro. Solide Firma. Gutes Produkt. Langjährige Kundenbeziehungen die auf Vertrauen basieren. Die Art von Unternehmen, die in einer Region als verlässlicher Partner gilt und das meiste über Weiterempfehlung bekommt. Und eine Website die seit 2016 nicht angefasst wurde….


Es beginnt mit einer Ausschreibung. Ein größeres Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich sucht einen neuen Lieferanten für industrielle Reinigungssysteme. Der Auftrag wäre der größte Einzelvertrag in der Geschichte von Berger Reinigungstechnik. Drei Anbieter stehen auf der engeren Liste. Markus Berger ist einer davon.

Dann kommt die E-Mail. Der Einkäufer des Interessenten schreibt, man habe sich die drei Unternehmen auf der Liste angeschaut und wolle vorab ein paar Fragen klären. Die E-Mail enthält eine nüchterne Formulierung die Markus nicht schlafen lässt: „Wir haben Ihre Website besucht und konnten keine aktuellen Informationen zu Ihren Systemen für die Lebensmittelindustrie finden. Können Sie uns mitteilen, ob Ihre Lösungen die aktuellen Hygienestandards nach EN 1672-2 erfüllen?"

Die Systeme erfüllen die Standards. Das weiß Markus. Das wissen seine Kunden. Aber auf der Website steht es nicht. Die Website zeigt drei Produktkategorien aus dem Jahr 2016, einen Über-uns-Text der damals sein Neffe getippt hat, und ein Kontaktformular das seit Monaten nicht mehr funktioniert — was Markus bis zu diesem Moment nicht wusste, weil er nie getestet hat ob Anfragen ankommen. Der Auftrag geht an einen Mitbewerber. Markus schreibt mir kurze Zeit später. Er hat meinen Namen über einen gemeinsamen Kontakt bekommen. „Ich glaube, ich brauche eine neue Website", steht in der E-Mail. „Was kostet das ungefähr?"

Was vorher passiert ist

Bevor ich antworte, bitte ich Markus um ein kurzes Gespräch. Ich will verstehen, was passiert ist. Nicht um ihm etwas zu verkaufen, sondern weil ich ohne Kontext keine sinnvolle Antwort geben kann.

In diesem Gespräch erfahre ich die Geschichte hinter der Geschichte.

Im Jahr 2016 hat Markus die erste Website seines Unternehmens von einem lokalen IT-Dienstleister bauen lassen. Dessen Hauptgeschäft ist Netzwerkinstallation und Druckerwartung, aber er macht auch Websites — weil die Kunden fragen und weil es ein nettes Zusatzgeschäft ist. Die Website hat damals 1.800 Euro gekostet. Markus fand das bereits viel. Er hat unterschrieben.

2019 wollte er die Website aktualisieren. Neues Produkt, neues Team-Foto, neue Adresse nach einem Umzug. Er hat den IT-Dienstleister angerufen, der hat gesagt er schaut drauf, zwei Monate nichts passiert, Markus hat nachgehakt, am Ende hat er 350 Euro bezahlt für Änderungen die er sich selbst hätte in einer Stunde beibringen können — wenn er gewusst hätte wie. Das Kontaktformular, so stellt sich im Gespräch heraus, wurde bei dieser Gelegenheit auf eine E-Mail-Adresse umgestellt die inzwischen nicht mehr existiert.

2022 gab es Gespräche über eine neue Website. Ein Bekannter empfahl eine Plattform auf der man Projekte ausschreiben und Designstudenten und freie Designer bieten lassen kann. Markus hat es versucht. Er hat für 400 Euro ein neues Logo bekommen von jemandem in Osteuropa, den er nie gesprochen hat, der kein einziges Wort auf Deutsch schreibt und der auf die Frage „Was ist Ihre gestalterische Begründung für diese Form?" nach drei Tagen Schweigen ein leicht verändertes Logo schickte das niemanden überzeugte.

Das Logo wurde nicht verwendet. Markus hat die 400 Euro abgeschrieben.

Dann hat ein Neffe der Nichte — oder so ähnlich — für 600 Euro eine Überarbeitung der bestehenden Website angeboten. Der war ein Student im zweiten Semester Mediendesign, motiviert und nicht ohne Talent. Aber er hatte keine Erfahrung mit technischem SEO, keine Kenntnisse über Ladezeiten-Optimierung, keine Vorstellung davon was ein mittelständisches B2B-Unternehmen kommunikativ braucht. Die Überarbeitung wurde begonnen und nie fertiggestellt. Der Student hatte Prüfungsphase. Dann Praktikum. Dann neue Projekte.

Als Markus mir das erzählt, ist sein Ton nicht anklagend. Er klingt müde. „Ich habe immer versucht, das günstig zu halten. Das schien vernünftig."

Die Kalkulation

Ich mache mit Markus etwas, was ich normalerweise nicht in einem Erstgespräch mache: Ich rechne nach.

1.800 Euro für die Website 2016. 350 Euro für die Aktualisierung 2019. 400 Euro für das Logo das nie verwendet wurde. 600 Euro für die angefangene Überarbeitung. Das ergibt 3.150 Euro in zehn Jahren, ohne ein einziges funktionsfähiges, zeitgemäßes Ergebnis. Ohne eine Website die Anfragen generiert. Ohne ein Logo das konsistent eingesetzt werden kann. Ohne ein Corporate Design das zum Unternehmen passt.

Dann rechne ich weiter. Der verlorene Auftrag aus der Lebensmittelindustrie hatte ein Volumen von geschätzten 180.000 Euro im ersten Jahr, mit der Aussicht auf Verlängerung. Ich kann natürlich nicht mit Sicherheit sagen, dass eine bessere Website diesen Auftrag gesichert hätte. Aber ich kann sagen, dass eine schlechte Website den Prozess beendet hat, bevor er wirklich angefangen hat. Der Einkäufer hat eine begründete Entscheidung getroffen: Wenn ein Anbieter seinen digitalen Auftritt nicht im Griff hat, könnte das ein Signal für andere Bereiche seiner Professionalität sein. Ob das fair ist oder nicht, spielt keine Rolle. Es ist die Realität.

Und das Kontaktformular. Ich bitte Markus, mir zu sagen, wie viele Anfragen er pro Monat über die Website bekommt. „Wenig", sagt er. „Vielleicht eine oder zwei." Ich frage ihn, seit wann die falsche E-Mail-Adresse hinterlegt ist. Er denkt nach. „Mindestens seit dem Umzug. Also seit Anfang 2022." Das sind, grob gerechnet, vier Jahre in denen niemand das Kontaktformular nutzen konnte. Vier Jahre multipliziert mit dem Wert einer durchschnittlichen Anfrage in seinem Geschäftsbereich. Ich lasse die genaue Zahl offen, weil sie je nach Konvertierungsrate und Auftragsgröße stark variiert. Aber auch wenn nur eine einzige qualifizierte Anfrage pro Quartal verloren gegangen wäre — bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 12.000 Euro ergäben sich 16 verlorene Anfragen. 192.000 Euro.

Billiges Design war teuer.

Der häufigste Einwand

An dieser Stelle im Gespräch kommt meist der Einwand, den ich sehr gut kenne und den ich für verständlich halte: „Aber ich konnte ja nicht wissen, dass das so wird. Und ich habe nicht das Budget für teure Agenturen."

Ich nehme beide Punkte ernst.

Es stimmt, dass man im Moment der Entscheidung oft nicht sehen kann, was ein schlechtes Design kostet. Das ist der eigentliche Grund warum billiges Design so verlockend ist — die Kosten sind unsichtbar, verstreut über Zeit, und selten einem einzelnen Auslöser zuzuordnen. Der verlorene Auftrag wird als Pech verbucht. Die ausbleibenden Website-Anfragen werden als normaler Branchenzustand akzeptiert. Das kaputte Kontaktformular wird nicht bemerkt. Die Investition in Design die nie gemacht wurde, erscheint im Jahresabschluss nirgends als Verlustposition.

Aber genau das ist das Problem. Kosten die unsichtbar sind, sind nicht kleiner. Sie sind nur schwerer zu sehen.

Und was das Budget betrifft: Ich sage nicht, dass jedes Unternehmen sofort das Maximum investieren soll. Ich sage, dass man die Entscheidung richtig framen muss. Nicht als Ausgabe, sondern als Investition mit erwartbarem Return. Wenn ein Logo und ein grundlegendes Corporate Design dabei helfen, einen Auftrag pro Jahr mehr zu gewinnen — wie viel darf das kosten?

Was gutes Design wirklich kostet

Ich merke, dass viele KMU keine klare Vorstellung davon haben, was ein professionelles Corporate Design oder eine professionelle Website in Deutschland realistisch kostet. Das liegt daran, dass die Preise tatsächlich sehr weit auseinandergehen und die Begründungen oft unklar sind.

Ich erkläre das mit einem Spektrum.

Am unteren Ende stehen Plattformen wie Fiverr und 99designs, wo Logos für 30 bis 150 Euro angeboten werden. Diese Preise sind real. Hinter ihnen stehen meistens Designer in Ländern mit niedrigem Lohnniveau, die schnelle Auftragsarbeit produzieren, keine Strategie mitliefern und keinen Kontext über das Unternehmen haben außer dem was in einem kurzen Formular steht. Was man bekommt, ist eine ausführbare Datei. Kein Designsystem. Keine Markenstrategie. Keine Begründung. Und oft: kein ausschließliches Nutzungsrecht, weil dieselbe Basis-Vektorgrafik an mehrere Auftraggeber verkauft wird.

Darüber liegen freie Grafiker und Einsteiger, die für 200 bis 800 Euro Logos und einfache Corporate Designs anbieten. Diese Preise sind für bestimmte Situationen legitim. Wenn ein Unternehmen gerade gegründet wurde, noch kein Budget hat und einfach anfangen muss, ist das eine vernünftige Lösung für den Moment. Das Problem entsteht, wenn diese Lösung zehn Jahre bestehen bleibt weil niemand den Moment definiert hat, ab dem sie nicht mehr ausreicht.

Professionelle Freelancer und kleine Designstudios mit Erfahrung im Bereich Corporate Design rechnen typischerweise zwischen 2.500 und 8.000 Euro für ein vollständiges Logo- und Markensystem. Das umfasst eine Designstrategie, Konzeptentwicklung, mehrere Ansätze, ein ausgearbeitetes System mit Varianten, klare Nutzungsregeln und eine Übergabe die das Unternehmen in die Lage versetzt, selbständig damit zu arbeiten.

Große Designagenturen und spezialisierte Markenstudios beginnen für Corporate Design Projekte bei 15.000 Euro aufwärts. Für globale Marken und komplexe Systeme sind sechsstellige Budgets die Norm. Das ist nicht der Rahmen für die meisten KMU — und muss es auch nicht sein.

Was ich mit Markus bespreche, liegt in der mittleren Kategorie. Ein neues Logo und Corporate Design: rund 4.500 Euro. Eine neue Website mit klarer Struktur, mobiloptimiert, technisch sauber, mit korrektem Kontaktformular und Basis-SEO: rund 6.500 Euro. Gesamtinvestition: 11.000 Euro.

Markus schweigt einen Moment. Dann sagt er: „Das ist mehr als ich mir vorgestellt habe."

Ich sage: „Du hast in zehn Jahren 3.150 Euro ausgegeben und kein funktionierendes Ergebnis bekommen. Du hast möglicherweise mehrere hunderttausend Euro an verlorenen Aufträgen, von denen du nicht einmal weißt, dass sie verloren sind. Elf tausend Euro klingt viel bis man es dagegen rechnet."

Der Unterschied in der Praxis

Ich will konkret sein, weil Abstraktionen in dieser Diskussion nicht helfen. Was genau ist der Unterschied zwischen einem 400-Euro-Logo von einer Crowdsourcing-Plattform und einem 4.500-Euro-Markensystem von einem professionellen Studio?

Der Unterschied ist nicht Schönheit. Ein Designstudent kann etwas Schönes machen. Der Unterschied ist Strategie und System.

Strategie bedeutet: Bevor auch nur eine Linie gezeichnet wird, wird verstanden, wer das Unternehmen ist, für wen es arbeitet, wie es wahrgenommen werden will und was das Design leisten muss. Bei Berger Reinigungstechnik ist das eine relevante Frage. Das Unternehmen arbeitet in einem Markt, in dem Vertrauen und Zuverlässigkeit die kaufentscheidenden Faktoren sind. Gleichzeitig will Markus als moderner Anbieter wahrgenommen werden, der mit aktuellen Normen und Technologien vertraut ist. Dieses Spannungsfeld muss im Design aufgelöst werden — nicht ignoriert.

Ein 400-Euro-Designer auf einer Crowdsourcing-Plattform kennt dieses Spannungsfeld nicht. Er hat das Formular mit den Basisinformationen gelesen und etwas Sauberes geliefert. Das war sein Job. Mehr war nicht beauftragt.

System bedeutet: Ein professionelles Logo ist nicht eine Datei. Es ist eine Familie von Dateien und Regeln. Es gibt eine Vollversion, eine kompakte Version, eine Version für dunkle Hintergründe, eine Schwarz-Weiß-Version. Es gibt Regeln für Mindestgrößen, für Abstände, für Farben die in Kombination verboten sind. Es gibt Schriftempfehlungen für die Unternehmenskommunikation. Es gibt eine Farb-Palette die in allen Digitalanwendungen und allen Druckanwendungen funktioniert.

Ohne dieses System entstehen über die Jahre visuelle Inkonsistenzen, die teuer zu reparieren sind. Die Website hat eine andere Blau-Variante als der Briefkopf. Das Logo auf dem Firmenwagen wurde irgendwie gestreckt weil die Originalproportionen niemand mehr hatte. Die Imagebroschüre die eine Druckerei produziert hat, sieht aus wie ein anderes Unternehmen.

Visuelle Konsistenz ist nicht nur Ästhetik. Sie ist Vertrauensaufbau. Wenn ein Unternehmen überall gleich aussieht, entsteht Wiedererkennung. Wiedererkennung erzeugt Vertrauen. Vertrauen erhöht die Wahrscheinlichkeit des Kaufs. Das ist kein Design-Argument. Das ist ein Geschäftsargument.

Sechs Monate später

Ich möchte die Geschichte von Markus Berger zu Ende erzählen.

Wir haben das Projekt gemacht. Logo, Corporate Design, neue Website. Das Projekt hat vier Monate gedauert — inklusive Strategie-Workshop, Konzeptphase, zwei Überarbeitungsrunden und der technischen Umsetzung der Website.

Das neue Logo greift das Thema Präzision und Reinheit auf — zwei Werte, die im Bereich industrieller Reinigungssysteme nicht nur ästhetisch passen, sondern buchstäblich das Kernversprechen des Unternehmens sind. Die Farbpalette ist ruhig, technisch, vertrauenswürdig — ohne den Fehler, kalt zu wirken. Die Website ist mobiloptimiert, lädt auf dem Smartphone in unter zwei Sekunden, hat ein funktionierendes Kontaktformular das Anfragen direkt in Markus' primäre Inbox schickt und zeigt alle relevanten Produkte mit klaren technischen Angaben, inklusive Normkonformität.

In den ersten sechs Monaten nach Relaunch: sieben direkte Anfragen über das Kontaktformular. Vor dem Relaunch, in denselben sechs Monaten: null nachweisbare Anfragen, da das Formular nicht funktioniert hatte. Von den sieben Anfragen sind zwei zu Aufträgen geworden. Kombinierter Auftragswert: 34.000 Euro.

Die Investition von 11.000 Euro hatte sich damit innerhalb von sechs Monaten mehr als dreifach amortisiert — ausschließlich auf Basis messbarer, direkter Website-Anfragen. Nicht eingerechnet sind die langfristigen Effekte durch bessere SEO-Rankings, bessere Wahrnehmung bei bestehenden Kunden und die Vermeidung weiterer verlorener Ausschreibungen aus dem eingangs beschriebenen Muster.

Es gibt noch eine Nachricht die mich besonders gefreut hat. Markus schickte sie acht Monate nach dem Projektabschluss. Ein Kontakt aus der Lebensmittelbranche — nicht das Unternehmen von damals, aber ein ähnliches — hatte seine Website besucht und ihn direkt angerufen. Die erste Frage: „Wir haben Ihre Website gesehen und Ihr Unternehmen macht einen sehr professionellen Eindruck. Können wir ein erstes Gespräch vereinbaren?" Das Gespräch hat stattgefunden. Das Angebot läuft noch.

Die Psychologie des günstigen Angebots

Ich will hier einen Moment innehalten und über etwas sprechen, das ich für den eigentlichen Kern des Problems halte. Nicht die fehlenden Zahlen. Nicht die schlechten Dienstleister. Sondern die Art und Weise, wie wir über Design-Investitionen denken.

Es gibt eine psychologische Tendenz die Ökonomen als Present Bias bezeichnen — die Neigung, unmittelbare Kosten stärker zu gewichten als zukünftige Vorteile. Ich zahle heute 400 Euro und das fühlt sich real an. Ich gewinne in zwei Jahren einen Auftrag den ich ohne das bessere Design nicht gewonnen hätte, und das fühlt sich abstrakt an. Also entscheide ich mich für die 400 Euro, weil die Zahl kleiner ist und der Schmerz sofort nachzulassen verspricht. Das ist menschlich. Aber es ist teuer.

Ein weiterer Faktor ist das Fehlen einer klaren Kategorisierung von Design als Investition. Wenn ein Unternehmen eine neue Maschine kauft, wird das als Investition in der Bilanz aktiviert. Man rechnet Abschreibung. Man denkt in Nutzungszeiträumen. Man fragt: Was produziert diese Maschine? Wann hat sie sich amortisiert? Dieselbe Frage wird bei Design fast nie gestellt. Design wird als Ausgabe behandelt. Als Kostenstelle. Als notwendiges Übel. Und deshalb sucht man nach dem günstigsten Weg, diese Ausgabe zu minimieren.

Wenn ein Unternehmen anfängt, Design als Investition zu behandeln (mit derselben Systematik wie eine Maschinenentscheidung) verändert sich die Frage. Sie lautet dann nicht mehr: Was ist das günstigste Logo, das ich bekommen kann? Sie lautet: Was ist der Return on Investment eines professionellen Corporate Designs über die nächsten fünf Jahre, verglichen mit der Alternative?

Was den richtigen Kunden ausmacht

Ich schreibe diesen Artikel auch als Einladung. Nicht an jeden. Sondern an eine bestimmte Art von Unternehmen.

Den richtigen Kunden für professionelles Design erkenne ich nicht an der Unternehmensgröße. Ich habe mit Einzelunternehmern gearbeitet, deren Projekt präziser und wirkungsvoller war als manches bei einem 50-Millionen-Unternehmen. Ich erkenne ihn an der Haltung.

Der richtige Kunde versteht, dass sein Erscheinungsbild eine Aussage macht — ob er das will oder nicht. Jedes Unternehmen kommuniziert visuell. Die Frage ist nur ob man diese Kommunikation gestaltet oder ob man sie dem Zufall überlässt.

Der richtige Kunde hat ein klares Gefühl dafür, dass sein aktueller Auftritt nicht mehr passt. Nicht unbedingt mit konkreten Zahlen, aber mit einem Unbehagen, das sich in Situationen wie Markus' Auftragsverlust oder in einem zögerlichen Blick auf die eigene Website zeigt, wenn jemand danach fragt.

Der richtige Kunde ist bereit, eine Frage zu beantworten: Wer bin ich wirklich, und was soll mein Unternehmen in der Wahrnehmung anderer bedeuten? Das klingt philosophisch. Es ist zutiefst praktisch. Weil jede Designentscheidung eine Antwort auf genau diese Frage ist.

Der falsche Kunde — damit ist es fair, klar zu sein — ist derjenige der günstig und schnell als primäre Anforderung formuliert, kein Interesse an einem strategischen Gespräch hat und Design als austauschbare Dienstleistung betrachtet, bei der es nur auf den Endpreis ankommt. Für diesen Kunden bin ich nicht der richtige Partner. Nicht weil ich hochnäsig wäre, sondern weil ich weiß, dass kein gutes Ergebnis entstehen kann, wenn die Grundhaltung nicht stimmt. Das wäre verschwendete Zeit auf beiden Seiten.

Die Kalkulation, die am Ende zählt

Ich möchte diesen Artikel mit einer einfachen Kalkulation abschließen. Keine komplizierte Formel. Nur die relevante Frage.

Wenn du ein KMU bist, ein mittelständisches Unternehmen, ein wachsendes Dienstleistungsunternehmen, ein Handwerksbetrieb mit Ambitionen oder eine Praxis die neue Patienten gewinnen will — dann ist die Frage nicht: Was kostet ein gutes Corporate Design?

Die Frage ist: Was kostet es, wenn mein Auftritt nicht passt?

Ein Auftrag pro Jahr den ich nicht bekomme, weil der erste Eindruck nicht überzeugt. Drei Anfragen pro Quartal, die über das kaputte Formular verschwinden. Eine Ausschreibung die ich nicht einmal erreiche, weil die Website signalisiert, dass man hier nicht ernst genommen wird. Bestandskunden die beim nächsten Angebot eines Mitbewerbers wechseln, weil sie das Gefühl haben, der andere wirkt einfach professioneller.

Diese Kosten erscheinen in keiner Rechnung. Aber sie sind real.

Professionelles Logodesign, ein durchdachtes Corporate Design, eine technisch saubere und strategisch aufgebaute Website — das sind keine Luxusgüter. Das sind Werkzeuge. Werkzeuge die Vertrauen aufbauen, Aufmerksamkeit gewinnen, Anfragen generieren und Abschlüsse wahrscheinlicher machen.

Und wie jedes gute Werkzeug: Es kostet mehr als ein schlechtes. Und es ist am Ende günstiger.

Markus Berger hätte heute 11.000 Euro mehr auf dem Konto, wenn er 2016 die falsche Entscheidung nie getroffen hätte. Er hätte wahrscheinlich deutlich mehr, wenn man alle verlorenen Chancen summiert, die niemand zählen konnte.

Stattdessen hat er jetzt eine Website, die funktioniert. Ein Logo, das sein Unternehmen ehrlich darstellt. Und das Gefühl, das ich von vielen Kunden nach einem solchen Projekt höre: „Ich hätte das viel früher machen sollen."

Das hätte er.

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Laura-Celine Tupputi

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