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Core Web Vitals: Warum Ladegeschwindigkeit dein wichtigstes SEO-Argument ist

Core Web Vitals: Warum Ladegeschwindigkeit dein wichtigstes SEO-Argument ist

3 min Lesezeit

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Ich sitze regelmäßig in Erstgesprächen, in denen mir Unternehmer sagen, ihre Website ranke bei Google nicht gut. Dann fragen sie mich nach Keywords. Nach Backlinks. Nach Content-Strategie. Das sind legitime Fragen. Aber meistens schaue ich mir zuerst etwas anderes an, bevor wir über irgendetwas davon sprechen: wie schnell die Website lädt. In mehr als der Hälfte dieser Gespräche ist das die Antwort. Nicht fehlende Keywords. Nicht zu wenig Content. Eine Website die Google schlicht nicht empfehlen will, weil sie Besuchern eine schlechte Erfahrung bereitet.

Das Konzept dahinter heißt Core Web Vitals. Google hat es 2021 eingeführt und seitdem konsequent in den Ranking-Algorithmus integriert. 2026 ist es kein optionaler Faktor mehr —sondern eine Grundvoraussetzung.

Was Core Web Vitals eigentlich sind

Google bewertet Websites nicht nur danach, ob sie relevante Inhalte haben. Es bewertet auch, wie sich eine Website für den Nutzer anfühlt. Lädt sie schnell? Reagiert sie sofort auf Eingaben? Springt der Inhalt beim Laden herum? Diese Erfahrungsdimensionen werden als Page Experience bezeichnet, und Core Web Vitals sind die drei messbaren Kernmetriken daraus.

Der erste Wert heißt Largest Contentful Paint, abgekürzt LCP. Er misst, wie lange es dauert bis das größte sichtbare Element einer Seite vollständig geladen ist — meist ein Hauptbild, ein Hero-Banner oder ein großer Textblock. Google betrachtet einen LCP-Wert unter 2,5 Sekunden als gut. Zwischen 2,5 und 4 Sekunden liegt der Verbesserungsbedarf. Alles über 4 Sekunden gilt als schlecht und schadet aktiv dem Ranking.

Der zweite Wert heißt Interaction to Next Paint, abgekürzt INP. Er löste 2024 den älteren FID-Wert ab und misst, wie schnell eine Seite auf Nutzereingaben reagiert — Klicks, Taps, Tastatureingaben. Wenn jemand auf deiner Website einen Button klickt und nichts passiert, weil JavaScript die Seite blockiert, schlägt sich das in einem schlechten INP-Wert nieder. Gut ist alles unter 200 Millisekunden.

Der dritte Wert heißt Cumulative Layout Shift, abgekürzt CLS. Er misst visuelle Stabilität. Jeder kennt das Phänomen: Man liest gerade einen Text, ein Bild lädt nach, alles verschiebt sich nach unten, man klickt versehentlich auf etwas anderes. Das ist ein schlechter CLS-Wert. Google bewertet CLS unter 0,1 als gut.

Diese drei Werte zusammen ergeben ein Bild davon, wie eine echte Person die Nutzung deiner Website erlebt. Und Google nutzt genau dieses Bild um zu entscheiden, ob es deine Seite in den Suchergebnissen nach oben oder nach unten bewegt.

Warum das für KMU besonders relevant ist

Große Konzerne haben Entwicklerteams, die sich ausschließlich um Performance-Optimierung kümmern. Bei KMU hat das meistens niemand auf dem Schirm, weil es niemanden gibt, der auf diesen Schirm schaut.

Das Ergebnis sehe ich regelmäßig. Eine Website die 2019 oder 2020 gebaut wurde, technisch nach damaligen Standards korrekt aufgesetzt, mit Bildern die damals akzeptabel groß waren und einem Page Builder der damals als modern galt. Seitdem hat niemand die Ladezeiten gemessen. Google hat seinen Algorithmus mehrfach aktualisiert. Die Konkurrenz hat optimiert. Und die eigene Website liegt inzwischen bei einem PageSpeed Score von 38 auf dem Smartphone — ohne dass irgendjemand davon weiß.

Ich hatte einen Kunden aus dem Bereich Steuerberatung in Wuppertal. Acht Mitarbeitende, ordentliche Auftragslage, aber kaum organische Sichtbarkeit bei Google. Die Website war inhaltlich gut gepflegt, regelmäßige Blogartikel, klare Leistungsseiten. Der PageSpeed Score auf dem Smartphone: 29. Der LCP-Wert: 6,8 Sekunden. Ursache war ein unkomprimiertes Headerbild mit 4,2 Megabyte, das bei jedem Seitenaufruf vollständig übertragen wurde. Dieses eine Bild war der Grund dafür, dass Google diese Website in den lokalen Suchergebnissen konsequent schlechter bewertet hat als Mitbewerber mit schwächerem Inhalt aber besserer Performance.

Wir haben das Bild komprimiert, in ein modernes Format konvertiert und lazy loading aktiviert. Der LCP-Wert ging auf 1,9 Sekunden. Der PageSpeed Score auf 74. Innerhalb von sechs Wochen verbesserten sich die Rankings für fünf relevante Suchbegriffe messbar. Nichts am Inhalt hatte sich geändert.

Wie du deinen eigenen Stand misst

Google stellt mit PageSpeed Insights ein kostenloses Tool zur Verfügung, das jeden dieser Werte für jede beliebige URL misst. Du gibst deine Website-Adresse ein und bekommst innerhalb von Sekunden eine Auswertung — getrennt nach Desktop und Mobilgerät.

Der wichtigere der beiden Werte ist der Mobile-Score, weil Google seit 2020 nach dem Mobile-First-Index vorgeht. Das bedeutet: Google bewertet primär die mobile Version deiner Website. Ein perfekter Desktop-Score nützt dir wenig, wenn das Smartphone-Ergebnis schlecht ist.



Was du beim Lesen des Berichts wissen musst: Ein Score unter 50 ist ein dringendes Problem. Ein Score zwischen 50 und 79 zeigt Verbesserungsbedarf. Ab 80 gilt die Seite als gut performend, und ab 90 als sehr gut. In der Praxis erreichen die meisten KMU-Websites in Deutschland beim ersten Audit Werte zwischen 30 und 60 auf dem Mobilgerät — also klar im Problembereich.

Neben PageSpeed Insights gibt es die Google Search Console, die du als Website-Betreiber kostenlos nutzen kannst und solltest. Sie enthält einen eigenen Core Web Vitals Bericht, der nicht die Laborwerte aus PageSpeed Insights zeigt, sondern echte Nutzerdaten — also wie deine Website sich für echte Besucher verhalten hat. Das ist die relevantere Messung, weil sie auf tatsächlichem Verhalten basiert.

Die häufigsten Ursachen für schlechte Werte — und was dagegen hilft

Die bei weitem häufigste Ursache für schlechte LCP-Werte sind unkomprimierte oder falsch formatierte Bilder. Ein Foto das direkt aus einer Kamera oder einem Smartphone hochgeladen wird, hat oft mehrere Megabyte. Für eine Website sind das zehn- bis zwanzigmal mehr Daten als notwendig. Bilder sollten für den Web-Einsatz komprimiert, auf die tatsächliche Darstellungsgröße zugeschnitten und wenn möglich im Format WebP oder AVIF gespeichert werden, weil diese Formate bei gleicher Qualität deutlich kleinere Dateigrößen erzeugen als JPEG oder PNG.

Die zweithäufigste Ursache sind zu viele oder zu schwere JavaScript-Dateien, die den Seitenaufbau blockieren. Viele Website-Baukästen und Content-Management-Systeme laden standardmäßig eine Vielzahl von Skripten, von denen ein großer Teil auf einer bestimmten Seite gar nicht gebraucht wird. Ein Plugin für einen Kalender lädt auf jeder Seite, obwohl der Kalender nur auf einer einzigen Unterseite existiert. Das verlangsamt alles.

Schlechte CLS-Werte entstehen meistens durch Bilder ohne definierte Dimensionen. Wenn ein Browser nicht weiß, wie groß ein Bild sein wird, reserviert er keinen Platz dafür. Wenn das Bild dann lädt, verschiebt es den Rest des Inhalts. Die Lösung ist technisch einfach: Für jedes Bild in der HTML-Struktur werden Breite und Höhe als Attribute angegeben, damit der Browser den Platz bereits beim ersten Rendering reserviert.

Langsames Hosting ist ein Faktor, der oft unterschätzt wird. Günstige Shared-Hosting-Pakete für fünf Euro im Monat teilen sich Serverressourcen mit hunderten anderen Websites. In Spitzenlastzeiten kann das die Antwortzeit des Servers erheblich verlangsamen — und das schlägt direkt auf alle Core Web Vitals durch, bevor auch nur ein einziges Element deiner Seite geladen wurde.


Was du jetzt konkret tun kannst

Öffne PageSpeed Insights, gib deine URL ein und lies den Bericht. Wenn du darunter eine rote oder orange Bewertung für LCP siehst, schau in den Empfehlungen nach welche Bilder als zu groß markiert werden. Das ist der erste Schritt.

Wenn du WordPress oder ein ähnliches System verwendest, gibt es Plugins wie ShortPixel oder Imagify, die Bilder beim Upload automatisch komprimieren und in moderne Formate konvertieren. Das ist keine Raketenwissenschaft und für die meisten Websites der größte einzelne Hebel.

Wenn dein Score trotz optimierter Bilder weiterhin schlecht ist, lohnt sich das Gespräch mit dem Entwickler oder der Agentur, die deine Website betreut. Die Frage ist konkret: Was sind die drei größten Ursachen für meinen PageSpeed Score, und was kostet es, sie zu beheben? Das ist eine Frage die jede seriöse Webentwicklerin und jeder seriöse Entwickler in weniger als einer Stunde beantworten kann.

Core Web Vitals sind kein Modethema. Sie sind Googles Weg zu sagen: Wir empfehlen unseren Nutzern nur Websites die eine gute Erfahrung bieten. Das ist eigentlich ein fairer Deal. Und wer ihn annimmt, hat einen strukturellen Vorteil gegenüber allen, die es nicht tun.

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Laura-Celine Tupputi

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